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Handelskonflikt: Kanada will seinen Stahlmarkt vor Billigimporten schützen
Kanada will angesichts der weltweit eskalierenden Handelskonflikte und des zunehmenden Protektionismus den eigenen Stahlmarkt vor einer Flut von Billigimporten schützen: Die kanadische Regierung kündigte die Einführung eines umfassenden Quotensystems für insgesamt sieben Stahlprodukte an. Finanzminister Bill Morneau präzisierte, dass die Regierung in den kommenden zwei Wochen intensive Konsultationen führen wird. Erst dann will man eine Entscheidung darüber treffen, ob die temporären Schutzmaßnahmen, die für alle Handelspartner gelten, dauerhaft eingeführt werden soll. Die kanadische Regierung befürchtet einen deutlichen Anstieg der Stahlimporte aus Ländern, die von den US-Strafzöllen auf Stahl stark betroffen sind. Im Juli hatte bereits die EU eigene Schutzmaßnahmen ergriffen und so genannte "Safeguard Measures“ auf 23 Stahlproduktkategorien eingeführt. In Kanada sind unter anderem die Referenzprodukte Warmbreitband und Betonstahl vom der Handelsmaßnahme betroffen. Während die kanadische Stahlindustrie die Politik der Regierung unterstützt, warnen Stahlverarbeiter, die importierten Stahl beziehen, vor einem deutlichen Preisanstieg. Denn darunter würde insbesondere die boomende Bauindustrie leiden, die auf Import-Betonstahl angewiesen ist, lautet die Kritik. Mehrere kanadische Unternehmen hatten bereits in den vergangenen Wochen darauf hingewiesen, dass die bereits bestehenden Zölle es erschwert hätten, bestimmte Bewehrungsstähle zu kanadischen Preisen zu beziehen. Die kanadischen Konsultationen erfolgen vor dem Hintergrund wachsender Spannungen zwischen den USA und ihren wichtigsten Handelspartnern statt. Kanada hat im Juli bereits Zölle auf Dutzende von US-Produkten. MBI/DJN/emv/15.8.2018
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Höhere Produktionskosten schmälern Antofagastas operativen Gewinn
Höhere Produktionskosten haben im ersten Halbjahr 2018 den operativen Gewinn des chilenischen Kupferproduzenten Antofagasta geschmälert. In den ersten sechs Monaten des Jahres sank der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16,2 Prozent auf 904,2 Millionen US-Dollar, wie Antofagasta am Dienstag mitteilte. Die Kupferproduktion fiel in der ersten Jahreshälfte um 8,5 Prozent auf 317.000 Tonnen. Dies sei auf eine niedrigere Qualität in Centinela zurückzuführen sowie auf eine Pipeline-Blockierung in Los Pelambres, erklärte der Produzent. Gleichzeitig stieg die Molybdän-Produktion in Los Pelambres auf 5.900 Tonnen von 4.500 Tonnen im Vergleichszeitraum 2017. Antofagasta verzeichnete im ersten Halbjahr einen mit 194,3 Millionen US-Dollar geringeren Nettogewinn als im ersten Halbjahr des Vorjahres (290,5 Millionen US-Dollar). Aufgrund höherer Kupferpreise stieg jedoch der Umsatz um 3,6 Prozent auf 2,12 Milliarden US-Dollar. Kurzfristig befürchtet das chilenische Kupferunternehmen, dass Handelsspannungen die Nachfrage trüben könnten. Mittel- bis langfristig geht Antofagasta von weiterhin günstigen Marktbedingungen aus: Während die Nachfrage der Prognose zufolge um rund zwei Prozent zulegen soll, bleibt demzufolge das Angebotswachstum begrenzt. Kurzfristig jedoch sieht Antofagasta "erhebliche Marktunsicherheit", da der Ausgang internationaler Handelsgespräche unklar sei. An der Produktionsprognose für das Gesamtjahr hält das chilenische Unternehmen fest und rechnet 2018 mit einem Kupfer-Output zwischen 705.000 und 740.000 Tonnen. "Wie erwartet, ist dieses Jahr eine zweigeteilte Geschichte. Die erste Hälfte, über die wir gerade berichten, ist wie erwartet schwächer aufgrund eines niedrigeren Absatz, bei geringerer Qualität und höheren Kosten", erklärte CEO Iván Arriagada. Dies werde sich in der zweiten Jahreshälfte und weit in das Jahr 2019 hinein "substanziell verbessern", da die Qualität des abgebauten Kupfers laut Minenplan zunimmt. MBI/gil/14.8.2018
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