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Glencore-Ergebnis von niedrigeren Rohstoffpreisen belastet
Der Rohstoff- und Bergbaukonzern Glencore hat im ersten Halbjahr Verlust geschrieben und setzt daher seine Dividendenzahlungen für 2020 aus. Nach Unternehmensangaben musste man erhebliche Wertminderungen im Zusammenhang mit niedrigeren Preisen verbuchen. Der FTSE 100-Konzern berichtet einen Nettoverlust von 2,6 Milliarden Dollar für die sechs Monate bis zum 30. Juni, verglichen mit einem Gewinn von 226 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Dies war auf Wertminderungen in Höhe von 3,2 Milliarden US-Dollar infolge niedrigerer Rohstoffpreise im Zusammenhang mit der Unsicherheit aufgrund der Coronavirus-Pandemie zurückzuführen. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation fiel von 5,58 Milliarden auf 4,83 Milliarden Dollar. Dies liegt jedoch über dem Marktkonsens von 4,29 Milliarden Dollar - entnommen der Webseite des Unternehmens und basierend auf 14 Prognosen. Die Aussichten blieben unsicher und man werde daher für das laufende Jahr keine Dividenden zahlen, heißt es weiter. "Ungeachtet unseres zahlungsmittelgenerierenden Geschäfts und unserer gesicherten Liquiditätspositionen ist der Vorstand zu dem Schluss gekommen, dass es unangemessen wäre, im Jahr 2020 eine Ausschüttung an die Aktionäre vorzunehmen." Stattdessen werde man der Beschleunigung des Abbaus der Nettoverschuldung innerhalb des Zielkorridors (<16 Milliarden USD), der derzeit bis Ende 2020 erwartet wird, Vorrang einräumen. Laut CEO Ivan Glasenberg spiegelte die Leistung die antizyklische Ertragskraft der groß angelegten Marketingaktivitäten von Glencore wider. "Das Marketing lieferte eine halbjährliche bereinigte Rekord-EBI-Performance von 2,0 Milliarden US-Dollar und ermöglichte es uns, die Prognose für das Gesamtjahr auf das obere Ende unserer langfristigen Spanne von 2,2 Milliarden bis 3,2 Milliarden US-Dollar anzuheben", sagte er. MBI/DJN/crb/6.8.2020
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Voestalpine schreibt rote Zahlen zum Jahresauftakt - Prognose steht
Ein massiver Nachfrageinbruch in nahezu allen Abnehmerbranchen hat Voestalpine zu Beginn des neuen Geschäftsjahres 2020/21 in die Verlustzone gedrückt. Ein Minus von 70 Millionen Euro stand in den Monaten April bis Juni bei dem österreichischen Stahlkonzern nach Steuern laut eigenen Angaben zu Buche - nach 90 Millionen Euro Gewinn im Vorjahr. Besonders die coronabedingten Fabrikschließungen in der Automobilindustrie belasteten den Konzern aus Linz, der rund zwei Drittel seiner Einnahmen in Europa macht, - daneben auch die allgemeine Schwäche in der Industrie. Der Umsatz sank entsprechend um 900 Millionen oder 28 Prozent auf 2,4 Milliarden Euro. Der Einbruch der Nachfrage ließ auch die Stahlpreise sinken - zugleich gaben die Erzpreise wegen der guten Stahlkonjunktur in China nicht nach. Das wirkte sich zusätzlich negativ auf das Ergebnis aus. Voestalpine konnte mit Kostenmanagement und ergebnisverbessernden Maßnahmen verhindern, dass auch das operative Ergebnis (EBITDA) negativ ausfiel. 15.300 Mitarbeiter weltweit wurden in Kurzarbeit oder ähnliche Maßnahmen geschickt. Mit 158 Millionen Euro blieb das EBITDA allerdings um 58 Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück. Zu den positiven Entwicklungen gehörte, dass die Voestalpine-Standorte in China wieder auf Vorkrisenniveau produzierten und dass sich die Nachfrage nach Bahnschienen und Weichen sowie nach Hochregallagern solide entwickelte. Inzwischen habe eine stufenweise Erholung der Nachfrage eingesetzt, erklärte Voestalpine. Deren Stärke und Nachhaltigkeit werde erst nach den saisonal schwächeren Sommermonaten "fundierter einschätzbar" sein. Voestalpine bestätigte gleichwohl die Anfang Juni gemachte Prognose, wonach das Unternehmen im bis Ende März 2021 laufenden Geschäftsjahr ein EBITDA zwischen 600 Millionen und einer Millarde Euro erwirtschaften wird. MBI/DJN/crb/5.8.2020
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Flachstahl

Aktuell

Kupferproduktion von Glencore von Corona-Krise beeinträchtigt
Glencore hat in der ersten Jahreshälfte 588.100 Tonnen Kupfer produziert, ...
DIHK warnt/Wirtschaftliche Abschottung falsche Lehre aus Corona-Krise
Die deutsche Wirtschaft warnt in der aktuellen Corona-Krise vor Diskussionen ...
London Metal Exchange/Kupfer bewegt sich weiterhin in enger Spanne
Der Kupferpreis an der Londoner Metallbörse LME tendierte am Donnerstag ...
Glencore wird für das laufende Jahr keine Dividenden zahlen.

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