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Langprodukte/Outokumpu beginnt Sanierung und will 100 Stellen streichen
Der finnische Edelstahlhersteller Outokumpu hat in seinem Geschäftsbereich für Langprodukte ein internes Sanierungsprogramm eingeleitet, anstatt ihn zu veräußern. "Das Turnaround-Programm wird unverzüglich mit Personalmaßnahmen eingeleitet, die zu einem Abbau von etwa 100 Stellen führen könnten", teilte Outokumpu am Dienstag mit. Im Februar hatte das finnische Unternehmen mit einer Überprüfung des defizitären Geschäftsbereichs begonnen, der Stabstahl, Walzdraht und Draht für die Öl-, Chemie- und Maschinenbauindustrie herstellt. Der Edelstahlproduzent plant außerdem, die Betriebseffizienz der Einheit zu verbessern und seinen Produktmix zu erweitern, um sich auf höherwertige Spezialgüten zu konzentrieren. Der Geschäftsbereich Langprodukte erwirtschaftete laut Outokumpu 2019 einen bereinigten Verlust von 7 Millionen Euro vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisierung bei einem Nettoumsatz von 642 Millionen Euro. In der ersten Hälfte des Jahres 2020 verbuchte das Unternehmen demnach ein bereinigtes EBITDA von minus 5 Millionen Euro bei einem Nettoumsatz von 289 Millionen Euro. Outokumpu verfügt laut Reuters über Fabriken zur Herstellung von Langprodukten im englischen Sheffield, in den Vereinigten Staaten und in Schweden. Als Teil des Strategieprozesses hat das Unternehmen zum 1. Oktober ein neues Führungsteam ernannt. Fortbestehende Mitglieder im Führungsteam sind: Heikki Malinen, Präsident und CEO; Pia Aaltonen-Forsell, Finanzchefin (CFO); Jan Hofmann, Leiter der Strategieabteilung und Johann Steiner, Leiter der Personalabteilung. Als neue Mitglieder wurden ernannt: Thomas Anstots, Executive Vice President, Commercial, Business Area Europe; Stefan Erdmann, Chief Technology Officer; Martti Sassi, Präsident, Geschäftsbereich Ferrochrom; Niklas Wass, Executive Vice President, Operations, Business Area Europe und Tamara Weinert, Amtierende Präsidentin, Geschäftsbereich Amerika. Olli-Matti Saksi, der den Geschäftsbereich Amerika seit 2019 leitet, ist laut Outokumpu derzeit bis auf weiteres krankgeschrieben. Das Team soll die sorgfältige Umsetzung der Strategie sicherstellen, "um die Wettbewerbsfähigkeit und die finanzielle Leistungsfähigkeit von Outokumpu zu verbessern". Um die Bedeutung der europäischen Aktivitäten hervorzuheben, werde dieser Geschäftsbereich drei Vertreter im Führungsteam haben: CEO Heikki Malinen als Leiter des Geschäftsbereichs Europa, Niklas Wass als Head of Operations und Thomas Anstots als Leiter des kaufmännischen Bereichs. Die Strategie für die gesamte Gruppe wird am 5. November veröffentlicht in Zusammenhang mit dem Zwischenbericht des Unternehmens für das dritte Quartal. MBI/gil/29.9.2020
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Preis rund 1,4 Milliarden US-Dollar/Cleveland-Cliffs kauft Arcelormittal USA
Der Stahlkonzern Arcelormittal verkauft seine Tochter Arcelormittal USA für etwa 1,4 Milliarden US-Dollar an den Bergbaukonzern Cleveland-Cliffs. Zudem kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm an. Rund ein Drittel des Preises werde vorab in bar gezahlt, der Rest in Form von Eigenkapital, teilte der Konzern mit. Der Unternehmenswert der Transaktion beläuft sich den Angaben zufolge auf etwa 3,3 Milliarden Dollar. Im Rahmen der Transaktion werde Cleveland-Cliffs Inc. die Verbindlichkeiten von Arcelormittal USA übernehmen, darunter Nettoverbindlichkeiten in Höhe von rund 500 Millionen Dollar sowie Pensionen und andere Verpflichtungen zu Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses im Wert von 1,5 Milliarden Dollar. Arcelormittal geht davon aus, dass der Verkauf das Risikoprofil und die Kapitalstruktur verbessern sowie die Nettoverschuldung des Stahlkonzerns verringern wird. Von dem Baranteil des Kaufpreises sollen 500 Millionen Dollar über ein Aktienrückkaufprogramm, das am Montag beginnt, an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Arcelormittal werde über eine Minderheitsbeteiligung an der künftigen Wertschöpfung des fusionierten Unternehmens beteiligt. Die jährlichen Kostensynergien bezifferte der Konzern auf rund 150 Millionen Dollar. Die Transaktion soll innerhalb des vierten Quartals 2020 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen und der üblichen Abschlussbedingungen. MBI/DJN/gil/28.9.2020
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Outokumpu hat für den Bereich Langprodukte ein Turnaround-Programm eingeleitet.

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