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Alcoa will zwei Aluminiumwerke in Spanien schließen
Alcoa beabsichtigt, zwei seiner drei Aluminiumwerke in Spanien zu schließen. Dies geht aus einer Mitteilung des Unternehmens zu den Ergebnissen des dritten Quartals 2018 hervor. Betroffen sind demnach die Werke Avilés mit 317 Angestellten und La Coruña, wo 369 Personen beschäftigt sind. Die beiden Anlagen haben zusammen eine Jahresproduktionskapazität von 180.000 Tonnen. Avilés und La Coruña zählten aufgrund von spezifischen strukturellen Problemen, wie ineffizienter Technologie und hohen Festkosten, zu den Werken mit der geringsten Produktivität, begründet Alcoa das Vorhaben. Diese Probleme und externe Marktfaktoren hätten in den vergangenen zwei Jahren in den beiden Anlagen zu erheblichen Verlusten geführt. Eine Analyse der spanischen Betriebe hat nach Angaben von Alcoa aufgezeigt, dass Verbesserungen erzielt werden können, wenn die Produktion im Werk San Ciprián, das Tonerde und Aluminium produziert, reorganisiert wird. Der US-Aluminiumkonzern schlug im dritten Quartal 2018 die Markterwartungen und kündigte einen Aktienrückkauf an. Alcoa erzielte in den drei Monaten bis Ende September im Vergleich zum Vorjahresquartal einen um 14 Prozent höheren Umsatz von 3,39 Milliarden US-Dollar dank festerer Aluminiumpreise, effizienterer Betriebe und einem deutlich höheren Absatz von Tonerde. Den im Quartal verzeichneten Verlust von 41 Millionen US-Dollar (Q3/17: Gewinn von 113 Millionen US-Dollar) begründete das Unternehmen mit Rückstellungen für Pensionen und anderen Ausgaben. Dank der US-Strafzölle auf Aluminium rechnet Alcoa mit höheren Preisen für das Leichtmetall und traut sich daher ein höheres Jahresergebnis zu. Der Konzern erwarte nun ein bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT) zwischen 3,1 und 3,2 Milliarden US-Dollar. Als wichtiger Tonerde-Lieferant an andere Aluminiumproduzenten profitierte Alcoa insgesamt von den im weltweiten Markt vorhandenen Lieferproblemen in den vergangenen Monaten. Für im dritten Quartal verkaufte Tonerde verzeichnete der US-Konzern einen Preisanstieg um 57 Prozent. "Wir sind der größte Produzent außerhalb Chinas. Während steigende Tonerde-Preise zwar für unsere Schmelzen höhere Kosten bedeuten, zieht Alcoa davon aber insgesamt Nutzen aufgrund der Drittparteiverkäufe", erläuterte Chief Executive Roy Harvey. Da Alcoa massiv von Aluminium aus ausländischen Schmelzwerken, insbesondere aus Kanada, abhängt, waren die Möglichkeiten des Unternehmens eingeschränkt, von den US-Importzöllen zu profitieren. Nur 14 Prozent des von Alcoa im vergangenen Jahr produzierten Aluminiums stammten aus US-Werken. Wie Alcoa mitteilte, bezahlte das Unternehmen während des dritten Quartals 19 Millionen US-Dollar für Zölle, vor allem für Aluminium, das aus den Schmelzwerken in Kanada importiert wurde. Gleichzeitig erzielten die US-Anlagen einen Vorteil in Höhe von 27 Millionen US-Dollar aus wegen der Zölle gestiegenen Preisen auf heimisches Aluminium. Der Gesamtpreis für das im dritten Quartal abgesetzte Primäraluminium hat laut Alcoa um 10 Prozent pro Tonne zugelegt. Für das Gesamtjahr 2018 prognostiziert Alcoa weiterhin ein globales Defizit sowohl für Aluminium als auch für Tonerde, aber einen Überschuss für Bauxit. Die Fehlmenge für Aluminium liegt nach den Erwartungen des Unternehmens zwischen 1,0 und 1,4 Millionen Tonnen. Getrieben von China sieht Alcoa 2018 ein globales Nachfragewachstum für Aluminium zwischen 3,75 und 4,75 Prozent. Das globale Defizit bei Tonerde gibt Alcoa nun mit einem Wert zwischen 400.000 und 1,2 Millionen Tonnen an. Im zweiten Quartal wurde die Fehlmenge noch auf zwischen 200.000 und 1,0 Millionen Tonnen beziffert. MBI/DJN/gil/18.10.2018
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Arcelormittal zahlt im Rennen um Essar 1 Milliarde Dollar vorab
Arcelormittal trägt überfällige Verbindlichkeiten von zwei indischen Stahlunternehmen im Volumen von rund 1 Milliarde Dollar ab. Damit will der Stahlriese bei der angestrebten Übernahme des Wettbewerbers Essar Steel India Ltd (ESIL) aus Mumbai selbst im Rennen bleiben. Indiens oberster Gerichtshof hatte kürzlich entschieden, dass Arcelormittal zunächst die Verbindlichkeiten von Uttam Galva und KSS Petron begleichen müsse - zwei Gesellschaften, an denen der Konzern bis Februar beteiligt war. Erst dann könne nach indischem Insolvenzrecht das Gebot für Essar Steel berücksichtigt werden. Essar Steel ist ebenfalls zahlungsunfähig und soll deshalb verkauft werden. "Angesichts des erheblichen Nutzens, den Arcelormittal aus der Übernahme von ESIL ziehen würde, ist diese Zahlung unter den gegebenen Umständen angemessen", erklärte der Konzern mit Sitz in Luxemburg. Arcelormittal hat den exakten Wert des im September erhöhten Essar-Angebots zwar nicht genannt, jedoch bestätigt, dass ein in Medienberichten genanntes Preisschild von 5,8 Milliarden Dollar weitgehend stimme. In der Summe ist auch die Ablösung der Kredite von Uttam Galva und KSS Petron enthalten. Der Stahlproduzent steht bei seinem Essar-Gebot im Wettbewerb mit dem Konkurrenten Numetal. Hinter dem kürzlich gegründeten Unternehmen stehen Mitglieder der Essar-Gründerfamilie Ruia; Numetal hat zudem ein Konsortium mit der russischen VTB Bank gebildet. Die Gläubiger von Essar haben nun acht Wochen Zeit, um auf die Angebote zu reagieren. MBI/DJN/kri/17.10.2018
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Neuer Präsident des Weltstahlverbandes (worldsteel) ist für eine ...
Alcoa profitiert von den erheblich gestiegenen Tonerde-Preisen.

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