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MBI Research Stahlprognose/Trotz Risiken auf Kostenseite dürften die Stahlpreise sinken
Fast rund ein Jahr war Stahl ein Verkäufermarkt. Die Produzenten hatten die Macht, Preissteigerungen durchzusetzen, die weit über die Kostenentwicklung hinausgingen. Dies hat sich gedreht und Stahl wird zunehmend zu einem Käufermarkt. Lesen Sie mehr unter "Prognosen & Research."
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Drahtzieher des Cyberangriffs auf Norsk Hydro verhaftet
Der norwegische Aluminiumhersteller Norsk Hydro musste zweieinhalb Jahre warten, bis die Polizei jetzt Personen festnehmen konnte, die im März 2019 den fatalen Ransomware-Angriff auf das Unternehmen durchgeführt haben sollen. Die Ermittlungen betrafen acht Länder und führten dazu, dass die Behörden Ende Oktober ein Dutzend Verdächtige in der Ukraine und der Schweiz festnahmen. Neben Norwegen, der Ukraine und der Schweiz waren an den Ermittlungen im Fall Hydro auch Behörden in Frankreich, den Niederlanden, Deutschland, Großbritannien und den USA beteiligt. Als Hydro im Jahr 2019 von dem Ransomware-Angriff betroffen war, musste der Betrieb des Unternehmens weltweit weitgehend eingestellt werden, um die Ransomware einzudämmen. Jo De Vliegher, der damalige Chief Information Officer von Norsk Hydro, teilte damals mit, die Hacker hätten sich als legitime Nutzer im Unternehmensnetzwerk ausgegeben, um die Ransomware starten zu können. Die Eindringlinge drangen im Dezember 2018 über eine infizierte E-Mail, die scheinbar von einem Geschäftspartner stammte, in das System des Unternehmens ein. Die so eingeschleuste Ransomware meldete dann die Hydro-Mitarbeiter von den Unternehmenssystemen ab und machte es ihnen damit unmöglich, zu arbeiten. Norsk Hydro gab im März diesen Jahres an, dass der Cyberangriff das Unternehmen zwischen 800 Millionen und einer Milliarde norwegische Kronen gekostet hat, was rund 80 Millionen bis 100 Millionen Euro entspricht. Die norwegischen Behörden mussten erst warten, bis Hydro seine Systeme wiederhergestellt hatte, bevor sie einen Großteil der Beweise von dem Unternehmen erhalten konnten. In der Zwischenzeit erkannten französische Ermittler, dass ein Ransomware-Fall, an dem sie arbeiteten, mit dem Hydro-Vorfall in Verbindung stand, und baten darum, die Ermittlungen zusammenzulegen, berichtet Baudoin Thouvenot, ein Richter, der Frankreich bei Eurojust vertritt, der europäischen Agentur, die die grenzüberschreitende Justizarbeit koordiniert. Schließlich trugen im Verlauf noch weitere nationale Behörden Beweise aus ihrem Zuständigkeitsbereich bei. Eingeschränkte Reisemöglichkeiten während der Covid-19-Pandemie verlangsamten den Fall noch zusätzlich. Beamte trafen sich oft per Videokonferenz, konnten sensible Informationen aber nur persönlich besprechen. Die Zusammenarbeit führte letztendlich zu Polizeirazzien. Am 26. Oktober durchsuchte die Polizei in der Ukraine die Wohnungen von Verdächtigen und nahm elf Personen fest. Die Schweizer Behörden nahmen an diesem Tag eine Person fest. Nach Angaben der europäischen Polizeibehörde Europol beschlagnahmte die Polizei mehr als 52.000 US-Dollar in bar, fünf Luxusfahrzeuge und mehrere elektronische Geräte. Die norwegische Staatsanwaltschaft hat nach eigenen Angaben bisher nur einige Beweise von den beschlagnahmten Geräten erhalten. Die Staatsanwälte müssen im Rahmen der so genannten Rechtshilfeabkommen mit anderen Ländern Beweismittel erst beantragen. Dieses Verfahren kann sich hinziehen. Wegen der zunehmenden Häufigkeit und Reichweite von Ransomware-Angriffen wollen die USA und ihre Verbündeten künftig enger zusammenarbeiten, um Ransomware-Gruppen aufzuspüren und zu stoppen. Zudem will man über eine Angleichung der Vorschriften für Kryptowährung diskutieren, da Hacker diese nutzen, um diskret Zahlungen von ihren Opfern zu kassieren. Der zeitliche Ablauf des Norsk-Hydro-Falles verdeutlicht jedoch die Komplexität und das oft langsame Tempo der internationalen Ermittlungen, da sich die Strafverfolgungsbehörden streng an rechtliche Vorgaben halten müssen. Nun werden die Staatsanwälte in Norwegen, Frankreich, Großbritannien und der Ukraine die gesammelten Beweise auswerten und entscheiden, wie sie weiter vorgehen wollen. "Die internationale polizeiliche Zusammenarbeit ist sehr, sehr zeitaufwändig", so Knut Jostein Saetnan, ein norwegischer Staatsanwalt, der an dem Fall beteiligt ist. MBI/DJN/crb/24.11.2021
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