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Neue NE-Metalle-Prognose: Neue Spannungen zwischen USA und China könnten NE-Metallpreise belasten
In den beiden Wochen zum 12. Juni sollten die Notierungen bei fast allen NE-Metallen steigen, wobei Nickel die einzige Ausnahme bildet. Auch beim Vergleich über vier Wochen gehen unsere quantitativen Modelle überwiegend von per Saldo steigenden Preisen aus. Lesen Sie jetzt die aktuelle NE-Metalle-Prognose unter der Rubrik Prognosen & Research.
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Thyssenkrupp sucht Partner für Stahlgeschäft
Thyssenkrupp wird im Zuge seines Umbaus deutlich schrumpfen. Schwache Geschäfte mit einem Umsatzvolumen von 6 Milliarden Euro sollen im Wesentlichen verkauft werden, für das Stahlgeschäft und die Marinewerften sucht der kriselnde Konzern aus Essen auch nach einem Partner. "Wir haben schwierige und längst überfällige Entscheidungen getroffen", sagte Konzernchefin Martina Merz nach einer Sitzung des Aufsichtsrats. "Thyssenkrupp wird kleiner, aber stärker aus dem Umbau hervorgehen." Im Stahlgeschäft wird neben einer internen Lösung auch die Möglichkeit einer Fusion mit einem Wettbewerber geprüft. "Gespräche finden mit Kenntnis des Aufsichtsrats bereits statt", erklärte das Unternehmen. Thyssenkrupp unterteilt seine Geschäfte künftig in solche, deren Potenzial Thyssenkrupp allein oder gemeinsam mit Partnern entwickeln will, und solche, für die das Unternehmen "vorrangig Entwicklungspfade außerhalb der Gruppe verfolgen wird". Eigenständig entwickeln will Merz den Werkstoffhandel und das Geschäft mit Industriekomponenten. Die Automobilzulieferung gehört ebenfalls zur Gruppe der Kerngeschäfte, hier sind aber Allianzen und Partnerschaften möglich. Durch die Coronavirus-Krise nehme die Notwendigkeit für eine Konsolidierung der Stahlindustrie zu, weil sich die in Europa schon bestehenden Überkapazitäten noch strukturell ausweiten dürften. Mit gebündelten Kräften lasse sich auch die Transformation zur klimaneutralen Stahlerzeugung besser schultern. "Deshalb wird Thyssenkrupp für den Stahl auch mögliche Konsolidierungslösungen prüfen und hält sich alle Optionen offen", erklärte der Konzern. Als mögliche Partner wurden in Medienberichten bereits Baosteel aus Schweden, SSAB aus Schweden und Tata Steel genannt. Vor gut einem Jahr war ein erster Anlauf zur Fusion des eigenen Stahlgeschäfts mit Tata Steel Europe an Wettbewerbsbedenken aus Brüssel gescheitert. Daraufhin hatte der Konzern ein eigenes Umbauprogramm für seine Stahlgeschäft aufgelegt, bei dem 3.000 von rund 27.000 Stellen ohne Kündigungen abgebaut und zusätzlich 800 Millionen Euro investiert werden sollten. Die Stahl-Strategie werde in jedem Fall umgesetzt werden, mit oder ohne Partner, hieß es jetzt. Ziel sei es weiterhin, "die Stahlproduktion mit ihren Wertschöpfungsketten und den damit verbundenen Arbeitsplätzen langfristig in Deutschland zu erhalten". Auch für den Marineschiffbau strebt der Konzern eine Konsolidierung an und nimmt dabei eine nationale oder europäische Lösung ins Visier. "Um die Arbeitsplätze und Werftstandorte zu sichern, ist die Schaffung eines starken Marinekonzerns sinnvoll", sagte Vorstandsmitglied Oliver Burkhard. Hier hatte in der vergangenen Woche als möglicher Partner bereits die italienische Werftenholding Fincatieri Interesse angedeutet. Von den beiden größten Aktionären, Cevian Capital und Krupp-Stiftung, erhielt Merz Unterstützung für ihren Kurs. Lars Förberg, Gründungspartner von Cevian Capital, nannte den Plan einen wichtigen Schritt für Thyssenkrupp. "Wir haben volles Vertrauen in Martina Merz und ihr Team, alle strategischen Optionen vorbehaltlos zu prüfen und die notwendigen Maßnahmen einzuleiten, um die Ertragskraft des Konzerns schnell zu verbessern". "Angesichts der äußerst herausfordernden Lage tragen wir auch schwierige Entscheidungen zum Wohle des Unternehmens mit", hieß es von der Krupp-Stiftung als größtem Einzelaktionär. "Wir haben Vertrauen in den Vorstand und gehen davon aus, dass er und alle Führungsteams den angekündigten Kurs mit Nachdruck verfolgen. Thyssenkrupp hat keine Zeit zu verlieren." Thyssenkrupp schreibt derzeit massive Verluste und ist hoch verschuldet. Um die Bilanz zu stärken und Spielraum für Zukunftsinvestitionen zu haben, wurde im Februar die lukrative Aufzugssparte in einer Art Befreiungsschlag für 17,2 Milliarden Euro versilbert. Bis Ende September soll das Geld fließen. Eingesetzt werden sollen die Mittel zur Senkung der Schulden und für gezielte Investitionen in einzelne Geschäfte. Details blieb Thyssenkrupp hier zunächst schuldig: "Angesichts der aktuell unsicheren gesamtwirtschaftlichen Lage wird sich das Unternehmen bei der Mittelverwendung erst einmal größtmögliche Flexibilität bewahren." MBI/DJN/gil/19.5.2020
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