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Rückschlag für den Lithiummarkt/Serbien entzieht Rio Tinto Lizenz für großes Lithiumprojekt Jadar
Der britisch-australische Bergbaukonzern Rio Tinto muss sein Lithiumprojekt in Serbien vielleicht einmotten. Denn Serbien hat ihm die Lizenzen entzogen. Rio Tinto prüft nach eigenen Angaben nun die rechtliche Grundlage und die Auswirkungen der jüngsten Entscheidung der serbischen Regierung, die Lizenzen für das Lithiumprojekt Jadar in Serbien zu widerrufen. Die Entscheidung kommt einige Tage nach einem Tiefpunkt der Beziehungen zwischen Australien und Serbien wegen der "Djokovic-Affäre". Rio Tinto wollte 2,4 Milliarden US-Dollar in das Jadar-Projekt investieren, von dem es erwartet, dass es für mindestens die nächsten 15 Jahre die größte Lithiumquelle in Europa sein wird. "Rio Tinto ist äußerst besorgt über die Erklärung von Premierministerin Ana Brnabic, den Raumplan zu streichen und die Lizenzen für das Jadar-Projekt zu widerrufen", so ein Unternehmenssprecher. Denn das Bergbauunternehmen habe während seiner gesamten Arbeit am Jadar-Projekt in Übereinstimmung mit den serbischen Gesetzen gehandelt. Der Konzern hatte bereits Anfang dieser Woche mitgeteilt hatte, dass die erste verkaufsfähige Produktion aus dem Lithium-Borat-Projekt aufgrund von Verzögerungen bei der Lizenzvergabe nun frühestens 2027 erwartet wird, also ein Jahr später als ursprünglich geplant. Premierministerin Brnabic sagte am Freitag zur Nachrichtenagentur Reuters, dass die Entscheidung der Regierung, die Lizenzen von Rio Tinto zu widerrufen, auf die Bitte verschiedener Umweltorganisationen hin zustande kam, das Projekt zu stoppen. Rio Tinto hat bereits 450 Millionen US-Dollar in Jadar investiert. Die Entscheidung kommt kurz vor den serbischen Parlamentswahlen im April, wie die Nachrichtenagentur Reuters anmerkt. Die Beziehungen zwischen Belgrad und Canberra haben sich nach der Ausweisung des serbischen Tennisstars Novak Djokovic aus Australien wegen der Nichtbeachtung von Covid-19-Einreisebestimmungen drastisch verschlechtert. Djokovic hatte sich laut Reuters in einem Instagram-Story-Post vom Dezember für "saubere Luft" ausgesprochen und betitelte ein Bild der Anti-Bergbau-Proteste, das von der digitalen Sportplattform The Bridge veröffentlicht wurde. Es ist laut Reuters ein großer Rückschlag für Rio Tinto, das sich von dem Projekt erhofft hatte, zu einem der zehn größten Lithiumproduzenten der Welt und zum größten in Europa aufzusteigen. Die Mine sei Rios einziges Lithiumprojekt, und das Unternehmen habe erst vor einem Monat den Kauf eines zweiten Lithiumprojekts für 825 Millionen US-Dollar angekündigt, um sein Geschäft mit Batteriematerialien auszubauen, heißt es. Bei voller Kapazität sollte die Mine Jadar zufolge 58.000 Tonnen veredeltes Lithiumkarbonat für Batterien pro Jahr produzieren und damit die größte Lithiummine in Europa sein. Experten zufolge dürfte die weltweite Lithiumknappheit noch mindestens drei Jahre andauern. Die Absage des Jadar-Projekts könnte das Defizit um mehrere Jahre verlängern. Die Lithium-Futures an der CME waren brereits am Donnerstag um 171 Prozent auf einen Rekordpreis von 38 US-Dollar/kg gestiegen. In China liegen die Kassapreise für Lithiumhydroxid-Monohydrat aktuell bei 262.500 Yuan pro Tonne und damit um über 400 Prozent höher als vor einem Jahr. MBI/DJN/crb/21.1.2022
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Rio Tinto produziert und exportiert 2021 weniger Eisenerz
Der Rohstoffkonzern Rio Tinto hat im vergangenen Jahr in der australischen Pilbara-Region weniger Eisenerz produziert und ausgeliefert. Die Eisenerzlieferungen aus der Pilbara-Region beliefen sich für 2021 auf 321,6 Millionen Tonnen, was einem Rückgang um 3 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr entspricht, wie das zweitgrößte Bergbauunternehmen der Welt mitteilte. Die Eisenerzproduktion ging für das gesamte Jahr um 4 Prozent auf 319,7 Millionen Tonnen zurück. Allein im vierten Quartal sanken die Eisenerzlieferungen um 5 Prozent auf 84,1 Millionen Tonnen. Den Produktionsrückgang führt Rio Tinto auf überdurchschnittliche Regenfälle in der ersten Jahreshälfte, die Verwaltung des kulturellen Erbes und Verzögerungen bei Wachstums- und Brownfield-Minenersatzprojekten zurück. Zudem hätten anhaltende Covid-19-Beschränkungen und ein angespannter Arbeitsmarkt die Möglichkeiten, auf erfahrene Auftragnehmer zuzugreifen, weiter beeinträchtigt. Der Konzern erwartet 2022 einen Anstieg der Eisenerzexporte aus seinen Minen in der australischen Pilbara-Region auf 320 bis 335 Millionen Tonnen. Rio Tinto stellt sich allerdings darauf ein, dass sich das Wirtschaftswachstum in den USA abschwächt. Für die Eurozone rechnet der Konzern mit einem schwächeren Jahresstart als bisher erwartet. Im großen Absatzmarkt China verzeichnete Rio Tinto im vierten Quartal 2021 einen deutlichen Rückgang des Stahlverbrauchs und der Produktionsraten. Gleichzeitig verbesserte sich das Angebot an Eisenerz auf dem Seeweg, so dass die Eisenerzpreise im vierten Quartal verglichen mit dem Vorquartal um etwa 30 Prozent sanken, so Rio Tinto. Unterdessen habe sich die Erholung der Stahl- und Eisenerznachfrage in den Industrieländern und Schwellenländern fortgesetzt. Nach Angaben des Rohstoffkonzerns stieg die weltweite Rohstahlproduktion im Jahr 2021 verglichen mit dem Vorjahr um schätzungsweise 6 Prozent auf einen Rekordwert von fast 2 Milliarden Tonnen. MBI/DJN/gil/18.1.2022
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